Lexikon
García Márquez, Gabriel: Hundert Jahre Einsamkeit
- Erscheinungsjahr: 1967
- Veröffentlicht: Kolumbien
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Hundert Jahre Einsamkeit
- Original-Titel: Cien años de soledad
- Genre: Roman
Im Mittelpunkt von Gabriel García Márquez' viertem Roman »Hundert Jahre Einsamkeit«, mit dem er endgültig den Durchbruch zu internationaler Anerkennung schafft, steht die Geschichte der sieben Generationen umfassenden, teilweise schon aus vorhergehenden Werken bekannten Sippe der Buendias, deren Stammvater das Dorf Macondo zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegründet hat. Fantastisches und Reales werden in einer Fülle von Schauplätzen, Personen und Handlungen verknüpft; erzählt wird in bildhafter Sprache, Mythisches und Legendäres wird in das Geschehen einbezogen. Die Mitglieder der Familie Buendias erweisen sich als unfähig, untereinander wirkliche Beziehungen aufzubauen, obwohl sie sich durch Inzucht und Inzest ungeheuerlich vermehren. Einsamkeit ist ihr zentrales Problem, in sozialer wie in metaphysischer Hinsicht. Wie ein Fluch lastet auf ihnen, dass sie »das Selbst mit anderen nicht teilen können«. Jede Generation verkörpert zugleich eine Epoche in der Geschichte Kolumbiens und Lateinamerikas. Das Ende des Romans zeigt die Unausweichlichkeit des Schicksals dieser Familie: Einer der letzten Buendías liest ein 100 Jahre früher von einem Zigeuner in verschlüsseltem Sanskrit verfasstes Manuskript, das die Geschichte dieser Sippe bis zu ihrem Untergang prophezeit. – García Márquez erhält
1982
den Literaturnobelpreis »für seine Romane und Novellen, in denen sich das Fantastische und Realistische in einer vielfacettierten Welt der Dichtung vereinen, die Leben und Konflikte eines Kontinents widerspiegelt«.Die deutsche Übersetzung erscheint 1970.
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