Lexikon

Gurdon

Sir John, britischer Entwicklungsbiologe, * 2. 10. 1933 Dippenhall (England); 19831990 Professor an der University of Cambridge; forscht heute an dem nach ihm benannten Gurdon Institute. Gurdon tauschte als erster den Zellkern aus der Eizelle eines Frosches gegen den Zellkern aus der reifen Körperzelle einer Kaulquappe aus und verwendete die manipulierte Eizelle zur Klonierung der Kaulquappe. Damit wies er nach, dass auch in reifen Zellen alle Informationen für die Entwicklung des Lebewesens enthalten sind. Gurdon legte so die Grundlage für die Arbeiten des Stammzellforschers S. Yamanaka, mit dem er gemeinsam den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2012 erhielt für wegweisende Erkenntnisse zur Reprogrammierung von gewöhnlichen Körperzellen zu Stammzellen (induzierte pluripotente Stammzellen).
PFAS
Wissenschaft

Mit Bakterien gegen „Ewigkeitschemikalien“

Für Kochgeschirr, Outdoorkleidung und viele andere Anwendungsbereiche dienen Per- und Polyfluoralkylverbindungen (PFAS) als Antihaft- und Imprägniermittel. Das Problem: Die Verbindungen gelten als nahezu unzerstörbar, reichern sich daher in der Umwelt und unserer Nahrung an und schaden unserer Gesundheit. Eine Studie deutet nun...

Satelliten, Treibstoff
Wissenschaft

Wenn Satelliten Luft atmen

Der Weg zu den Sternen ist steinig. Doch neue Antriebstechniken sollen die Raumfahrt voranbringen und erstmals langlebige Satellitenmissionen auf sehr tiefen Orbits möglich machen. von DIRK EIDEMÜLLER Es ist eine alte Idee aus der Science-Fiction-Literatur: Raumfahrzeuge, die ihren Treibstoff nicht selbst mitführen, sondern beim...

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