Lexikon
Gurdon
Sir John, britischer Entwicklungsbiologe, * 2. 10. 1933 Dippenhall (England); 1983–1990 Professor an der University of Cambridge; forscht heute an dem nach ihm benannten Gurdon Institute. Gurdon tauschte als erster den Zellkern aus der Eizelle eines Frosches gegen den Zellkern aus der reifen Körperzelle einer Kaulquappe aus und verwendete die manipulierte Eizelle zur Klonierung der Kaulquappe. Damit wies er nach, dass auch in reifen Zellen alle Informationen für die Entwicklung des Lebewesens enthalten sind. Gurdon legte so die Grundlage für die Arbeiten des Stammzellforschers S. Yamanaka, mit dem er gemeinsam den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2012 erhielt für wegweisende Erkenntnisse zur Reprogrammierung von gewöhnlichen Körperzellen zu Stammzellen (induzierte pluripotente Stammzellen).
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