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LEXIKON

Hinrichtung Maria Stuarts

Hinrichtung Maria Stuarts
Der englische Vizekanzler Hatton verliest die Anklage gegen die ehemalige Königin von Schottland, die 1587 in England hingerichtet wird:

[Die Mitglieder der Kommission] teilten ihr die Kernpunkte ihres Auftrages und die Namen der Mitglieder mit, damit sie sehen sollte, dass man nach Recht und Billigkeit gegen sie verfahren wolle und nicht mit Hilfe eines gesetzlichen Kniffs oder eines außerordentlichen Verfahrens. Sie erhob keinen Einwand gegen die Mitglieder der Kommission, verwahrte sich aber mit größter Schärfe gegen das jüngst erlassene Gesetz [über die Todesstrafe gegen Personen, die unrechtmäßige Ansprüche auf den englischen Thron erheben], die alleinige Grundlage des Auftrages der Kommission. Es sei rechtswidrig, vorsätzlich gegen sie gerichtet, ohne Beispiel und solcher Art, dass sie sich ihm niemals unterwerfen wolle....

[Vizekanzler Hatton sagte:]
Ihr seid angeklagt, das Verderben unserer Herrin und erhabenen Königin [Elisabeth I.] geplant zu haben. Ihr sagt, ihr wäret eine Königin, das mag so sein. Aber wo es sich um ein solches Verbrechen [Verschwörung] handelt, ist auch die königliche Würde nicht davon befreit, Rede und Antwort zu stehen, weder nach Zivilrecht oder Kanonischem Recht noch nach Völker- oder Naturrecht. Dürften solche Verbrechen ungestraft begangen werden, so würde alles Recht wanken, ja der Boden stürzen. Seid ihr unschuldig, so gefährdet ihr euren eigenen Ruf, wenn ihr euch einem Verfahren zu entziehen sucht. "
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