Lexikon

Hume

Hume, David
David Hume
David, schottischer Philosoph, Historiker und Nationalökonom, * 7. 5. 1711 Edinburgh, † 25. 8. 1776 Edinburgh; studierte Rechtswissenschaft, lebte 1734–1737 in Frankreich und wurde Sekretär des Generals Saint Cloud; seit 1752 Bibliothekar in Edinburgh; 1767/68 Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt.
Hume ist einer der größten Denker des 18. Jahrhunderts, Vollender des englischen Empirismus, Begründer des erkenntnistheoretischen Positivismus und Vorläufer Kants. Sein Jugend- und Hauptwerk: „Abhandlung über die menschliche Natur“ 1739/40 brachte ihm nicht den ersehnten Erfolg; aus seiner Umarbeitung entstand die „Untersuchung über den menschlichen Verstand“ 1748. 1752 begann er mit der Arbeit an einer sechsbändigen Geschichte Großbritanniens (1754–1762). Seinen Ruhm verdankt Hume seinen vielen Essays.
In seinem philosophischen Hauptwerk fragt Hume nach dem Ursprung der menschlichen Vorstellungen und teilt alle Perzeptionen in zwei Klassen ein: die Wahrnehmungen (impressions) und die Vorstellungen (ideas). Das menschliche Denken könne nur das verbinden, umstellen, vermehren und vermindern, was durch äußere (Sinneswahrnehmung) und innere (Erinnerung, Einbildungskraft) Erfahrung gegeben ist. Die Perzeptionen würden aufgrund von drei Prinzipien der Assoziation verknüpft: nach Ähnlichkeit, Berührung in Raum und Zeit und nach Ursache–Wirkung. Hume leugnete die Apriorität des Substanz- und Kausalitätsbegriffs und führte beide auf Gewohnheit und Einbildungskraft zurück. Grundlage für die Denkgewissheit sei ein Glaube bzw. ein Naturinstinkt (belief). Hierin wurde Humes Philosophie von der seinen Skeptizismus bekämpfenden Schottischen Schule (T. Reid) fortgeführt.
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