Lexikon

ndigo

[
der oder das; spanisch, „Indisches“
]
Indigoblau; Indigotin
der älteste blaue, lichtechte Küpenfarbstoff, als Glucosid Indikan in verschiedenen tropischen Pflanzen, z. B. in der ostasiatischen Indigofera tinctoria, aber auch im europäischen Färberwaid, Isatis tinctoria. Schon im Altertum wurde Indigo durch Gärung und Oxidation der Indigofera gewonnen und zur Textilfärbung verwendet; seit 1890 wird er auch synthetisch hergestellt. Indigo ist wasserunlöslich und wird zur Färbung mit Reduktionsmitteln in eine wasserlösliche Leukoform (Indigweiß, Leukindigo) übergeführt. Mit dieser „Küpe“ behandelt man die zu färbenden Stoffe und setzt sie dem Luftsauerstoff aus, wobei auf der Faser das unlösliche Indigoblau durch Oxidation entsteht. Indigo ist durch echtere blaue Küpenfarbstoffe auf Anthrachinonbasis ersetzbar (z. B. Indanthren). Wichtige Derivate des Indigos sind Dibromindigo (Farbstoff der Purpurschnecke) und Thioindigoverbindungen (Wollküpenfarbstoffe).
Jan_Steffen_GEOMAR.jpg
Wissenschaft

»Der Begriff Wahrheit wird missbraucht«

Mojib Latif spricht im Interview über wissenschaftlichen Konsens und Unwahrheiten in der Klimadebatte. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Wie unterscheidet sich der Begriff Wahrheit im Alltag und in der Wissenschaft? Bei vielen Menschen in der Bevölkerung herrscht der Glaube vor, dass es so etwas wie eine absolute Wahrheit...

Mediennutzung, Kinder
Wissenschaft

Bildschirmzeit

Wie wirkt sich die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen auf ihr Gehirn und die sprachliche Entwicklung aus – und wann besteht Suchtgefahr? von DANIELA LUKAßEN-HELD (Text) und RICARDO RIO RIBEIRO MARTINS (Illustrationen) Nahezu jedes neu auf den Markt gekommene Medium hat die Gesellschaft immer schon in zwei Lager geteilt:...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch