Lexikon

ndigo

[
der oder das; spanisch, „Indisches“
]
Indigoblau; Indigotin
der älteste blaue, lichtechte Küpenfarbstoff, als Glucosid Indikan in verschiedenen tropischen Pflanzen, z. B. in der ostasiatischen Indigofera tinctoria, aber auch im europäischen Färberwaid, Isatis tinctoria. Schon im Altertum wurde Indigo durch Gärung und Oxidation der Indigofera gewonnen und zur Textilfärbung verwendet; seit 1890 wird er auch synthetisch hergestellt. Indigo ist wasserunlöslich und wird zur Färbung mit Reduktionsmitteln in eine wasserlösliche Leukoform (Indigweiß, Leukindigo) übergeführt. Mit dieser „Küpe“ behandelt man die zu färbenden Stoffe und setzt sie dem Luftsauerstoff aus, wobei auf der Faser das unlösliche Indigoblau durch Oxidation entsteht. Indigo ist durch echtere blaue Küpenfarbstoffe auf Anthrachinonbasis ersetzbar (z. B. Indanthren). Wichtige Derivate des Indigos sind Dibromindigo (Farbstoff der Purpurschnecke) und Thioindigoverbindungen (Wollküpenfarbstoffe).
Gesteine
Wissenschaft

Große Lithiumreserven auch in Norddeutschland

Im deutschen Tiefenwasser gibt es wahrscheinlich so viel Lithium, dass Deutschland seinen Eigenbedarf damit über Jahrzehnte decken könnte. Das zeigt eine Studie, die Vorkommen im Norddeutschen Tiefland und im Thüringer Becken untersucht hat. Benötigt wird der Rohstoff vor allem für Lithium-Ionen-Akkus, die unter anderem in...

Knochenfresser-Würmer
Wissenschaft

Starke Frauen und Mini-Männchen

Knochenfresser-Würmer leben in einem extremen Matriarchat. Forschende haben nun erstmals ein Rätsel ihrer Fortpflanzung gelöst. von KATJA MARIA ENGEL Als der erste Osedax auf dem Meeresboden entdeckt wird, ist das ein reiner Zufall. Der Meeresforscher Robert C. Vrijenhoek war vor der Küste Kaliforniens eigentlich auf der Suche...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon