Lexikon

Farbstoffe

Farben
anorganische oder organische Stoffe, die der unbelebten und belebten Materie Farbe verleihen. Je nach der Herkunft unterscheidet man: anorganische Mineralfarben, die entweder durch feine Zerteilung natürlich vorkommenden Mineralien (Erdfarben) oder durch chemische Reaktionen hergestellt werden; pflanzliche Farbstoffe, die aus Blüten, Hölzern, Wurzeln gewonnen werden können (z. B. Alizarin, Indigo, Chlorophyll); tierische Farbstoffe (Cochenille, Purpur, Hämoglobin, Haut- und Haarfarbstoffe); synthetische Farbstoffe wie Azofarbstoffe, Indanthrenfarbstoffe, Thiazinfarbstoffe, Cyanine und Triphenylmethan-Farbstoffe. Zu ihrer Herstellung geht man von Destillationsprodukten des Steinkohlenteers (z. B. Anilin) aus (Teerfarbstoffe). Die Verwendung von Farbstoffen ist uralt; jedoch ist seit der Entwicklung der synthetischen Farbstoffe (Mitte des 19. Jahrhunderts, vorwiegend in Deutschland) die Skala der zur Verfügung stehenden Farbnuancen stark erweitert und die Haltbarkeit der Farbstoffe erhöht worden.
Koschenille
Koschenille
Die getrockneten und zerriebenen Weibchen der besonders in Mexiko auf Kaktusplantagen gezüchteten Schildlaus-Art Koschenille lieferten vor Erfindung der Anilinfarben den wichtigen Beizenfarbstoff Cochenille. Färbender Bestandteil ist Karminsäure.
Mauvein
Gefärbte Wolle
Der erste synthetische Anilinfarbstoff, das Mauvein, wurde von W. H. Perkin im Jahr 1856 hergestellt. Das Bild zeigt mit Mauvein gefärbte Seide.
Waldkräuter
Wissenschaft

Verbreitungsgebiete von Waldpflanzen verschieben sich westwärts

In Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen verschiebt sich das Verbreitungsgebiet zahlreicher Arten. Eine Studie zeigt nun anhand von 266 Waldpflanzen, dass dabei nicht der Klimawandel die Hauptrolle spielt. Stattdessen hat offenbar der sich verändernde Stickstoffgehalt des Bodens einen größeren Einfluss. Passend zur...

junges Nilkrokodil
Wissenschaft

Wie sich die Kopfschuppen bei Krokodilen bilden

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