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LEXIKON

Justinin I.

Justinian I.
Justinian I.
Kaiser von Byzanz 527565, * 482 Tauresium bei Skopje,  11. 11. 565 Konstantinopel; Nachfolger seines Onkels Justin I.; erstrebte die
Byzantinisches Reich unter Justinian I. (527-565)
Byzantinisches Reich unter Justinian I.
Wiederherstellung des Imperium Romanums und die Wahrung der Rechtgläubigkeit (Orthodoxie). Römisches Reich, römisches Recht und christlicher Glaube bildeten für ihn dabei eine Einheit, die er als Diener Gottes zu lenken habe.
529 schloss er im Rahmen der Verfolgung von Häresie und Heidentum die platonische Akademie in Athen. Der Einheit des Reiches diente seine 529 begonnene Kodifizierung des römischen Rechts im Codex Justinianus. 532 ließ er - gestützt auf seine Gemahlin und Mitregentin Theodora - den gegen ihn gerichteten Nika-Aufstand niederschlagen. Justinian eroberte durch seine Feldherren Belisar und Narses das Wandalenreich in Afrika 533/34, das Ostgotenreich in Italien bis 553 und die Südwestküste des westgotischen Spanien. Im Osten musste er schwere Verteidigungskämpfe gegen die Perser führen. 551 verfügte Justinian ein staatliches Seidenmonopol. Die Herstellung der Glaubenseinheit misslang trotz der sowohl gegen die Monophysiten als auch gegen Papst Vigilius angewandten Maßnahmen (5. ökumenisches Konzil 553; Dreikapitelstreit). Von Justinian veranlasste bedeutende Bauten (Hagia Sophia in Istanbul, San Vitale in Ravenna) zeugen von einem Höhepunkt des frühbyzantinischen Reichs.
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