Lexikon
Kaschnitz
Marie Luise, eigentlich Freifrau von Kaschnitz-Weinberg, deutsche Schriftstellerin, * 31. 1. 1901 Karlsruhe, † 10. 10. 1974 Rom; verheiratet mit dem Archäologen Guido Freiherr von Kaschnitz-Weinberg; dichtete im Widerstreit von sensiblem Formempfinden und kühnem Experimentieren, von fast resignierender Skepsis und christlicher Humanität; Georg-Büchner-Preis 1955. Lyrik: „Totentanz und Gedichte zur Zeit“ 1947; „Dein Schweigen – meine Stimme“ 1962; „Überallnie“ 1965; Romane: „Liebe beginnt“ 1933; „Elissa“ 1937; Erzählungen: „Lange Schatten“ 1960; „Ferngespräche“ 1966; Autobiografisches: „Tagebücher aus den Jahren 1936 bis 1966“ 1999; ferner zahlreiche Hörspiele.
Wissenschaft
Das Atom der Biologen
Anfang der 1930er-Jahre lauschte ein junger Mann namens Max Delbrück, der 1969 als Empfänger des Nobelpreises für Medizin gefeiert werden sollte, in Kopenhagen der Rede des großen Physikers Niels Bohr, die von „Licht und Leben“ handelte. Bohr machte darin den Vorschlag, man solle in der Biologie das Gleiche versuchen, das in...
Wissenschaft
Fortschritt durch Abtritt
Max Planck schrieb in seiner wissenschaftlichen Selbstbiografie den Satz: „Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von...