Lexikon
Lyne
[
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]Adrian, britischer Filmregisseur, * 4. 3. 1941 Peterborough, Cambridgeshire; drehte zunächst Werbefilme fürs Fernsehen, deren Ästhetik (vor allem Lichteffekte) er später auch auf die Leinwand übertrug; Filme: „Flashdance“ 1983; „9 1/2 Wochen“ 1986; „Eine verhängnisvolle Affäre“ 1987; „Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits“ 1990; „Ein unmoralisches Angebot“ 1993; „Lolita“ 1997; „Untreu“ 2002 u. a.
- Deutscher Titel: Eine verhängnisvolle Affäre
- Original-Titel: FATAL ATTRACTION
- Land: USA
- Jahr: 1987
- Regie: Adrian Lyne
- Drehbuch: James Dearden
- Kamera: Howard Atherton
- Schauspieler: Michael Douglas, Glenn Close, Anne Archer, Ellen Hamilton Latzen
Kontroverse Diskussionen löst Adrian Lynes Thriller »Eine verhängnisvolle Affäre« aus.
Dan Gallagher (Michael Douglas), ein glücklich verheirateter, aufstrebender Anwalt, trifft an einem Wochenende, das er ohne Frau und Tochter allein in New York verbringt, die attraktive und alleinlebende Lektorin Alex Forrest. Es kommt zum »One-Night-Stand«, dem Dan aber keinerlei Bedeutung beimisst. So kehrt er zurück in sein behagliches Familiennest.
Umso größer ist sein Schreck, als Alex selbstbewusst Ansprüche an ihn stellt. Dan weist jegliche Verantwortung von sich, und wenn er sich anfangs durch ihr offensives Werben geschmeichelt fühlte, so weicht dies mehr und mehr purer Angst: Vor ihren Selbstmorddrohungen, vor dem Psycho-Terror, den sie auf alle Familienmitglieder ausübt, vor allem aber vor dem Zusammenbruch seiner scheinbar so heilen Welt.
Mit diesen Szenen psychischer und physischer Gewalt schlägt das psychologisch aufgebaute Melodram um Schuld und Verantwortung in einen Thriller mit effektvoll inszenierten Schock-Momenten um. Bezüge zu anderen Filmen sind unübersehbar. So ist die spannende Badewannen-Szene Henri-Georges Clouzots Film »Die Teuflischen« (1955) entlehnt. Angesichts der Rückbesinnung auf dauerhafte Zweierbeziehungen im Zeitalter von AIDS ist der enorme kommerzielle Erfolg der »verhängnisvollen Affäre« vorprogrammiert: Mit Einnahmen von 156 Mio. Dollar avanciert er 1988 zum Kino-Hit in den USA.
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