Lexikon
Metạpher
[die; Plural Metaphern; griechisch Übertragung]
rhetorische Figur, bildlicher Ausdruck, oft zur Verlebendigung und Veranschaulichung von abstrakten Begriffen, bei der ein Wort nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer übertragenen Bedeutung benutzt wird („das Haupt der Familie“ für „Vater“, „Fuchs“ für „listiger Mensch“), wobei das Gemeinte eine Vorstellung zum Ausdruck bringt, die aus einem anderen Bereich stammt und (im Gegensatz zur Metonymie) keine reale Beziehung zum Gemeinten hat (z. B. „Bett“ für „Flussrinne“). Bei der sprachlichen Formulierung ist der metaphorische Vergleich (z. B. „Das Himmelreich gleicht einem Weinberg“) von der echten Metapher zu unterscheiden („Das Himmelreich ist ein Weinberg“). Metaphern werden gebraucht, weil für die zu beschreibende Sache kein eigenes Wort existiert („Stuhlbein“), um etwas zu beschönigen („von uns gehen“ für „sterben“) oder um einen abstrakten Sachverhalt zu konkretisieren („Zahn der Zeit“).
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