Lexikon

Mittelamerika

Landesnatur

Abgesehen vom Tiefland der Halbinsel Yucatán dominieren in Zentralamerika und Mexiko durch die auch hier verlaufenden Kordilleren in erster Linie Gebirgsformen. Die Wasserscheide liegt in der Nähe der pazifischen Küste, zu der das Gebirge steil abfällt, während es sich nach Nordosten langsam abdacht; zahlreiche, oft noch tätige Vulkane sitzen dem Gebirge auf (Tajumulco 4211 m, Fuego 3763 m). An der engsten Stelle, in der nur 60 km breiten Landenge von Panama, senkt sich das Bergland im Culebraabschnitt auf 100 m ü. M. und wird hier seit 1914 vom Panamakanal durchquert.
Drei große Formenelemente prägen den Charakter der Inselflur Westindiens: ein Faltengebirge, das als Teil der amerikanischen Kordilleren den gesamten Inselbereich durchzieht, ein Vulkangebirge, das im Bereich der Inseln über dem Winde als nach Westen vorgelagerter Bogen auftritt, und flache Kalkplateaus, wie sie auf den Bahamas, in weiten Teilen Kubas und auf den äußeren der Inseln über dem Winde anzutreffen sind.
Durch die Lage in den vom Nordostpassat bestimmten Randtropen zeichnet sich Mittelamerika durch ein wechselfeuchtes, tropisches Klima mit hohen Niederschlägen an den Luvseiten der Gebirge aus. Die häufig auftretenden Hurrikane richten oft erhebliche Schäden an.
  1. Einleitung
  2. Landesnatur
  3. Bevölkerung
  4. Wirtschaft

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