Lexikon

Nationle Volksarmee

Abkürzung NVA
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Nationale Volksarmee: Parade
Nationale Volksarmee
Parade der Nationalen Volksarmee anlässlich des 37. Jahrestages der Gründung der DDR im Oktober 1986.
die Streitkräfte der DDR, hervorgegangen aus der 1952 aufgestellten Kasernierten Volkspolizei, die 1956 entsprechend umbenannt wurde. 1962 wurde die allgemeine Wehrpflicht eingeführt, die für Männer vom 18. bis zum 50. (bei Offizieren bis zum 60.) Lebensjahr einen Grundwehrdienst von 18 Monaten vorschrieb und für diensttaugliche Frauen gleichen Alters Sonderdienste in den Streitkräften vorsah. Wehrdienstverweigerern aus religiösen und ähnlichen Gründen wurde ein waffenloser militärischer Ersatzdienst (als Baupionier) ermöglicht.
Die Gesamtstärke der regulären Streitkräfte der NVA betrug (1989) 173 000 Mann. Außerdem gab es an paramilitärischen Kräften 47 000 Mann „Grenztruppen“, Sicherheitstruppen von ca. 18 000 Mann sowie die Kampfgruppen der Arbeiterklasse mit insgesamt ca. 400 000 Mann und die ca. 500 000 Mitglieder der Gesellschaft für Sport und Technik.
Der Oberbefehl über die NVA lag bei dem 1960 eingerichteten Nationalen Verteidigungsrat der DDR, die Führung, Verwaltung und oberste Kommandogewalt beim Minister für nationale Verteidigung. Alle Truppen der fast ausschließlich mit sowjetischen Waffen ausgerüsteten und auf Führungsebene vielfach in der Sowjetunion ausgebildeten NVA unterstanden bereits im Frieden dem Vereinigten Oberkommando des Warschauer Pakts. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. 10. 1990 wurde die NVA als Bundeswehrkommando Ost ein Bestandteil der Bundeswehr.

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