Lexikon

Neapolitnische Schule

in der Musikgeschichte eine Gruppe in Neapel wirkender oder ausgebildeter Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts, die etwa ab 1720 großen Einfluss auf die Entwicklung der Oper gewann. Sie entwickelte die drei Typen der opera seria, buffa und semiseria mit folgenden Eigentümlichkeiten: Beschränkung auf 6 Personen, im Libretto Verwendung von klassischen und volkstümlichen Sujets, dreiteilige Sinfonia als Ouvertüre, 3 Akte, Rezitative als Handlungsträger, Da-capo-Arien zur Äußerung von Affekten und Seelenzuständen. Die Neapolitanische Schule entwickelte eine hohe Virtuosität im Gesang (Koloraturen, Belcanto), die sich gegenüber dem Drama oft verselbständigte. Sie verwendete überwiegend homophonen Satz. Zu ihren prominentesten Vertretern zählen: F. Provenzale, Giovanni Battista Pergolesi, Domenico Cimarosa, Niccolò Jommelli, Giovanni Paisiello, Tommaso Traetta, Niccolò Piccinni und Leonardo Leo. Sie widmete sich ferner der Kirchenmusik (im strengen Satz, bisweilen konzertant) und beeinflusste in Deutschland vor allem Carl Heinrich Graun u. Johann Adolf Hasse.
Griechen, Ton
Wissenschaft

Die alten Griechen sind noch älter

Ein Archäologe aus Wien und ein deutscher Kernphysiker eichen die Chronologie der Antike neu. von ROLF HEßBRÜGGE Stefanos Gimatzidis sitzt in seinem Wiener Büro, trinkt einen Schluck Tee und hält kurz inne. Dann verrät er: „Ein guter Bekannter von mir, der Professor der Klassischen Archäologie an der Uni Montreal ist, hat mich...

Supraleiter, Chrom
Wissenschaft

Neue Wege ohne Widerstand

Die Supraleiterforschung macht ihre größten Fortschritte abseits der großen Ankündigungen. So ist es erstmals gelungen, eine supraleitende Diode mit umkehrbarem Vorzeichen zu entwickeln, und exotische Supraleiter lassen sich nun Atom für Atom zusammensetzen. von DIRK EIDEMÜLLER Supraleiter gehören zu den faszinierendsten...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon