Lexikon

Pyrenạ̈en

spanisch Pirineos, französisch Pyrénées
Gebirge zwischen Spanien und Frankreich, 440 km lang, 130 km breit, im Pico de Aneto der Maladetagruppe 3404 m hoch. Das von Nordwesten nach Südosten streichende Faltengebirge ist aus Schiefern und aus Kreide aufgebaut; die Gipfelregionen zeigen Spuren eiszeitlicher Vergletscherung (Kare, Karseen, Trogtäler). Die steile französische Nordseite umfasst nur ein Drittel, die sanfter abfallende spanische Südseite dagegen zwei Drittel des Pyrenäengebiets. 3 Abschnitte sind zu unterscheiden: Die Westpyrenäen erstrecken sich vom Tal des Irati bis zum Somportpass (1632 m), zeigen Mittelgebirgscharakter, haben ihre höchste Erhebung im Pic dAnie (2504 m), sind regenreich, gut bewaldet und von Basken besiedelt; die Zentralpyrenäen zwischen den Pässen Puerto de Somport und Col de Puymorens (1915 m) gipfeln in der Monte Perdido- (3355 m) und der Maladetagruppe; im östlichen Teil liegt der Zwergstaat Andorra; die Ostpyrenäen haben ihre höchste Erhebung im Puigmal (2913 m), zeigen mit Edelkastanien, Ölbäumen und Weinbau schon mediterranen Charakter und sind vorwiegend von Katalanen besiedelt. Das Gebirge hat viele Eisen-, Kupfer-, Blei- und Silberminen sowie schwefelhaltige Mineralquellen; in ihm entspringen zahlreiche Flüsse (Adour, Garonne, Ariège, Aude, Segre, Llobregat). Zwei Tunnel ermöglichen der Bahn das Durchqueren der Pyrenäen, die die Pyrenäenhalbinsel vom übrigen Europa trennen; mehrere Straßenpässe queren die Pyrenäen, 2 Straßentunnel ermöglichen die ganzjährige Überquerung der Pyrenäen. Auf der französischen Seite finden sich zahlreiche Thermalbäder und Wintersportplätze. Teile der Pyrenäen sind Nationalparks (1 auf französischer, 2 auf spanischer Seite).
Nahaufnahme einer Biene auf Wabenoberfläche.
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