Lexikon
Quạltinger
Helmut, österreichischer Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller, * 8. 10. 1928 Wien, † 29. 9. 1986 Wien; Autor und Interpret der Satire „Der Herr Karl“; ab 1961 hauptsächlich beim Theater und beim Fernsehen tätig; bekanntester Film: „Der Name der Rose“ 1986.
- Deutscher Titel: Der Name der Rose
- Original-Titel: DER NAME DER ROSE
- Land: Deutschland
- Jahr: 1986
- Regie: Jean-Jacques Annaud
- Drehbuch: Andrew Birkin, Gérard Brach, Howard Franklin, Alain Godard
- Kamera: Tonnino Delli Colli
- Schauspieler: Sean Connery, F. Murray Abraham, Christian Slater, Elya Baskin
- Auszeichnungen: César 1987 für ausländischen Film
Regisseur Jean-Jacques Annaud (»Am Anfang war das Feuer«, 1981) unternimmt in »Der Name der Rose« erfolgreich den Versuch, ein Stück der mittelalterlichen Geschichte detailgetreu zu rekonstruieren. Die Umsetzung der sehr verschachtelten, gleichnamigen Romanvorlage von Autor Umberto Eco gelingt auf ebenso spannende wie unterhaltsame Art: Das 46-Millionen-DM-Projekt von Produzent Bernd Eichinger, dessen Innenaufnahmen z.T. in der ehemaligen Zisterzienserabtei in Eberbach gedreht werden, wird einer der erfolgreichsten Filme des Jahres.
Die Geschichte wird rückblickend erzählt. Im Jahr 1397 besuchen der Franziskanermönch William von Baskerville (Sean Connery) und sein Adlatus Adson von Melk (Christian Slater) eine Benediktinerabtei in den einsamen Hängen des Appenin in Norditalien. Sie sind in kirchlicher Mission unterwegs, um eine theologische Disputation vorzubereiten. Zwischen päpstlichen Legaten und Franziskanern soll die Frage nach der Rolle der Kirche zwischen weltlichen Machtansprüchen, dem Sammeln irdischer Reichtümer und dem christlichen Armutsgelübde diskutiert werden. Doch bevor sie mit ihren Vorbereitungen beginnen können, wird die klösterliche Ruhe durch einige rätselhafte Todesfälle erschüttert. William macht sich auf Spurensuche: Es wird den beiden Gästen sehr bald klar, dass hinter der gläubigen Fassade der Gemeinschaft mysteriöse, unheilvolle Dinge passieren und die Mönche keines natürlichen Todes gestorben sind. Das Geheimnis scheint in der Bibliothek der Abtei zu liegen. Doch bevor William das Rätsel lösen kann, trifft die Delegation des Papstes ein. Zu ihr gehört auch der gefürchtete Inquisitor Bernardo Gui (F. Murray Abraham), der nun die Aufklärung der Morde in seine Hände nimmt. Er überführt drei vermeintliche Ketzer, die nach der Folter auch geständig sind. Der Inquisitor verurteilt die drei zum Tode auf dem Scheiterhaufen.
Doch während die Feuer entzündet werden, findet William in der Bibliothek die Lösung des Rätsels. Der greise Bibliothekar Jorge steckt hinter den Morden: Er hat ein Buch mit Gift präpariert: Jorge sieht in dem Exemplar der Poetik des Aristoteles über die befreiende Kraft des Lachens eine Gefahr für den wahren Glauben. Jeder, der in dem Buch las, wurde beim Umblättern mit dem angefeuchteten Finger vergiftet. Bei dem Handgemenge zwischen den beiden Männern gerät die Bibliothek in Brand, Jorge stirbt in den Flammen.
Das Gebäude brennt bis auf die Grundmauern nieder. Der Inquisitor Bernardo Gui wird von einer aufgebrachten Menge getötet. Ein Bauernmädchen, das ebenfalls als Ketzerin verurteilt worden war, kann sich aus den Flammen retten. An all diese Begebenheiten erinnert sich der alt gewordene Adson, der die Geschichte erzählt.
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