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Weshalb gibt es heute auch im Sommer frischen Spinat?
Weil inzwischen Sorten gezüchtet worden sind, die auch im Sommer keine Blüten hervorbringen. Früher gab es Spinat (Spinacia oleracea) nur im Frühling und Herbst, im Sommer wurde er nicht angeboten, denn er richtet sein Wachstum nach der Tageslänge. An den kürzeren Tagen im Herbst oder Frühjahr erfolgt das vegetative Wachstum der Blätter, die bereits wenige Wochen nach der Aussaat geerntet werden können; sie wachsen immer wieder nach, wenn sie abgeschnitten werden. An langen Sommertagen jedoch, wenn die Tageslichtperiode zwölf und mehr Stunden beträgt, setzt der Spinat zur Blüte an: Er entwickelt lange Blütenschäfte, während die Blätter ihr Wachstum einstellen; dann kann er nicht mehr geerntet werden. Dank der neuen Sommersorten kann nunmehr frischer Spinat das ganze Jahr über angeboten werden.
Übrigens: Wie der Spinat nach Mitteleuropa kam, ist unklar. Vielleicht brachten ihn die Kreuzfahrer im Mittelalter aus dem Orient mit, vielleicht wurde er von den Arabern nach Spanien eingeführt und hat sich von dort aus verbreitet. Ursprünglich beheimatet ist er allerdings nicht im arabischen Raum; wild wachsende Verwandte kommen im Kaukasus und in Zentralasien vor. In Deutschland wird er schon seit dem 16. Jahrhundert angebaut.
Der Landwirtschaft geht ein Licht auf
Schnelleres Wachstum, besserer Geschmack und höhere Erträge – energiesparende LED-Beleuchtung macht in der modernen Landwirtschaft einiges möglich. von Rainer Kurlemann Pflanzen benötigen Licht zum Wachsen. Das klingt einfach, doch hinter diesem Satz versteckt sich eine komplizierte Physik, die beispielsweise im Ackerbau wichtig...
Feuerfester Wald
Wie lassen sich Wälder gegen Trockenheit, Hitze und Flammen wappnen? von KURT DE SWAAF Baumleichen, soweit das Auge reicht, und dazwischen struppiges Gras. Die meisten Stämme liegen wild durcheinander auf dem Boden verstreut, manche aber stehen noch. Es seien allesamt tote Waldkiefern, erklärt die Biologin Antje Bischoff. 2019...