Lexikon
rạdioaktiver Abfall
umgangssprachlich Atommüllfeste, flüssige und gasförmige Rückstände aus dem Uranabbau, der Nutzung der Kernenergie, der Herstellung von Kernwaffen, der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen und der Anwendung der Radioaktivität in Forschung, Technik und Medizin.
Wegen ihrer Gefährlichkeit müssen die radioaktiven Abfallstoffe bis zu ihrem radioaktiven Zerfall sicher vom Biozyklus abgeschlossen werden. Durch Wiederaufarbeitung und Verarbeitung der Abfallstoffe sollen eine weit gehende Volumenreduktion sowie eine Überführung in eine geeignete endlagerungsfähige Form erreicht werden. Eine große Bedeutung hat dabei neben der Veraschung schwach aktiven Abfalls die Einbindung des radioaktiven Abfalls in auslaugungsresistente Glaskörper. Das Volumen der verglasten Spaltprodukte beträgt etwa 3–4 m3 jährlich für ein 1300 MW-Kraftwerk.
Die Lösung der Endlagerungsfrage für radioaktiven Abfall ist ein dringendes Problem der Kerntechnik und aller ihrer Anwendungen, das bislang noch nicht zufriedenstellend geklärt ist.
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