Lexikon

Rezitatịv

[
das; italienisch
]
in Oper, Oratorium und Kantate verwendeter Sprechgesang (parlando). Die mit der florentinischen Oper im 17. Jahrhundert entstandene Form des Rezitativs war zunächst der eigentliche Träger der dramatischen Handlung und trat in immer stärkeren Gegensatz zu Arie und Chorsatz. Während das Rezitativ anfänglich nur von wenigen Akkorden des Cembalos gestützt wurde (Seccorezitativ, „trockenes Rezitativ“), fanden im Anschluss an C. Monteverdi und A. Scarlatti die rein musikalischen Elemente stärkere Aufnahme und führten zur Form des Recitativo accompagnato („begleitetes Rezitativ“), das zum Mittelpunkt der Opernreform C. W. von Glucks wurde.
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