Lexikon
Motẹtte
[
die; französisch mot, „Wort“
]eine mehrstimmige Vokal-Komposition; im 13. Jahrhundert eine mehrstimmige kirchliche Gesangskomposition mit einem meist gregorianischen Cantus firmus. Im 14. Jahrhundert (Ars nova) wurde es üblich, mehrere Texte gleichzeitig zu singen (Doppel- und Tripelmotette). Ein erster Höhepunkt der Gattung war die isorhythmische Motette des 14. Jahrhunderts (P. de Vitry, G. de Machaut), ein kunstvolles Spiel mit rhythmischen und melodischen Perioden. Im 15. und 16. Jahrhundert war die Motette a cappella, streng polyphon gearbeitet (durchimitiert) u. z. T. auch mehrchörig, die verbreitete Hauptform der Kirchenmusik der franko-fläm. Schule (franko-fläm. Musik), so bei G. Dufay, J. Ockeghem u. O. di Lasso sowie den in Venedig wirkenden Musikern (A. Willaert und A. und G. Gabrieli und dem einen eigenen Personalstil begründenden P. G. da Palestrina. Der um 1600 aufkommende „konzertierende“ Stil (Rezitativ, Arie, Generalbass) verdrängte die Motette weitgehend durch die Kantate; die A-cappella-Motette ist aus dem kirchlichen Gebrauch aber niemals völlig verschwunden und erlebte im 19. und 20. Jahrhundert eine Belebung (J. Brahms, M. Reger, H. Distler, E. Pepping u. a.).
Wissenschaft
Urzeitlicher Entwicklungsschub der Eukaryoten
Vor etwa 1,8 Milliarden Jahren entstanden die ersten Organismen mit Zellkern, die Eukaryoten. Wie ihre frühe Entwicklung verlief, war allerdings bislang weitgehend unklar. Anhand einer umfassenden Analyse der verfügbaren Fossilien haben Forschende nun ein Diagramm des Lebens erstellt, das für fast zwei Milliarden Jahre zeigt, wie...
Wissenschaft
Was ist Licht?
„Was ist Licht?“ ist genau die Art von Frage, bei der man zuerst denkt, dass das doch klar ist und man nicht so blöd fragen soll. Und danach merkt man, dass es irgendwie doch nicht so einfach ist, eine brauchbare Antwort zu finden. Und dann denkt man noch ein bisschen weiter nach, und am Ende […]
Der Beitrag...