Lexikon
Konzẹrt
eine musikalische Stilgattung, die ihren Ursprung im vokalen Kirchenkonzert hat: Concerti ecclesiastici, Concerti da chiesa, Motetten, in denen 2, 3 oder 4 Singstimmen mit Orgelbass untereinander, gelegentlich auch nur eine Solostimme mit der Orgel musikalisch „wetteiferten“. – Um 1620 entstand das Kammerkonzert (Concerto da camera), instrumental als sonata concertate. Es erfuhr seine Vollendung zu Ende des 17. Jahrhunderts im Concerto grosso, bei dem mehrere (meist 3) konzertierende Instrumente (Concertino) eine kontrastierende Wirkung gegenüber dem vollen Orchester (Tutti) auslösen. – Etwa gleichzeitig entstand daraus und daneben das Solokonzert für ein Instrument mit Orchesterbegleitung (erster Meister: A. Vivaldi). Die ersten Violinkonzerte schufen G. Torelli und T. Albinoni, das erste Cellokonzert G. Jacchini, die ersten Orgelkonzerte G. F. Händel. Seit der klassischen Periode steht das Solokonzert neben Oper und Sinfonie im Mittelpunkt des musikalischen Schaffens aller Komponisten. Dem sinfonischen Konzert als kompliziertere Kompositionsform stand im 19. Jahrhundert das Virtuosenkonzert, in kurzer Form das Konzertstück, gegenüber. Der Darstellung von Virtuosität galt auch die Kadenz. Im 20. Jahrhundert griffen die Komponisten vor allem wieder auf barocke Gattungsmerkmale zurück. Im engeren Sinn versteht man unter Konzert heute nur noch diese musikalische Form, in der ein Solist Partner eines begleitenden Orchesters ist.
Vivaldi, Antonio
Antonio Vivaldi
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Händel, Georg Friedrich
Georg Friedrich Händel
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