Lexikon
Händel
Georg Friedrich, deutscher Komponist, * 23. 2. 1685 Halle (Saale), † 14. 4. 1759 London; Händel war Orgelschüler von F. W. Zachow (* 1663, † 1712) und wirkte 1702/03 als Organist in Halle. 1703–1706 war er unter R. Keiser Geiger und Cembalist am Hamburger Opernhaus, wo 1705 seine erste Oper „Almira“ erfolgreich uraufgeführt wurde. 1706–1709 hielt er sich zu weiteren Studien in Italien auf, 1710–1712 hatte er eine Stelle als Hofkapellmeister in Hannover inne. 1710 unternahm Händel seine erste Reise nach London, das ab 1712 seine Wahlheimat wurde. 1723 wurde er zum Komponisten der Chapel Royal ernannt, 1727 erhielt er die britische Staatsbürgerschaft.
Händel hat in mehreren Gattungen bedeutende Spuren hinterlassen. Als Opernkomponist schuf er mehr als 40 Werke wie „Rinaldo“ (1711), „Julius Caesar“ (1724) und „Xerxes“ (1738), die er selbst als Leiter von Opernakademien aufführte. Auf Dauer konnte er sich jedoch nicht gegen die italienische Konkurrenz von N. Porpora und G. B. Bononcini durchsetzen. Um 1740 trennte sich Händel von der Gattung Oper und widmete sich der Komposition großer Oratorien in englischer Sprache. Durch sie hat er am stärksten auf seine Zeit und auf die Nachwelt gewirkt. Die wichtigsten Chorwerke Händels sind: „Alexanderfest“ 1736; „Israel in Ägypten“ 1739; „Der Messias“ 1742; „Judas Makkabäus“ 1747. Seine Instrumentalmusik ist von A. Corelli geprägt und umfasst bedeutende Werke wie die „Wassermusik“ (3 Suiten 1715, 1717, 1736) und die „Feuerwerksmusik“ (1748). Außerdem schrieb er Kammermusik (u. a. Flötensonaten) und Klavierwerke („Suites de pièces pour le clavecin“ 1720). – Händels in italienischem Stil geschriebene Opern werden heute regelmäßig während der Händel-Festspiele (Halle [Saale], Göttingen, Karlsruhe, London) wieder aufgeführt.
Wissenschaft
Bunte Lebenswelt in der Ostsee
Bei farbenfrohen Riffen denkt jeder an die Südsee – aber auch in der Ostsee gibt es sie. Und sie beherbergen viele Arten von Tieren und Pflanzen. von FREDERIK JÖTTEN Rote und grüne Algen-Fächer schwingen sanft in der Strömung, dazwischen sitzen gelbe Schwämme, bunte Fische schwimmen umher. Welch vielfältige Bilder eine...
Wissenschaft
Das Wunder der Abruzzen
Mitten in Italiens Bergen hat eine kleine Bärenpopulation Jahrhunderte der Verfolgung überlebt. Dank intensiver Schutzmaßnahmen breiten sich die Tiere langsam wieder aus. von KURT DE SWAAF Auf der Aussichtsplattform von Gioia Vecchio eröffnet sich in knapp 1.400 Meter Höhe der Blick auf die wunderschöne Berglandschaft des „Parco...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
News der Woche 09.08.2024
News der Woche 26.07.2024
Stätte des Fortschritts
»Wind, Wellen und Wasser«
Die alten Griechen sind noch älter
Perfect Timing