Lexikon

Kadẹnz

Musik
1. in der Harmonielehre die musikalische Schlussformel; in ältesten Weisen das Absinken (daher der Name) der Melodie zum Grundton, im mehrstimmigen Satz eine geregelte Folge von Harmonien. Beim Abschluss unterscheidet man: a) authentische Kadenz, Abschluss in der Folge Dominante-Tonika (D-T); b) plagale Kadenz, Subdominante-Tonika (S-T); bei zweiteiligen Sätzen endet der erste Teil meist mit Halbschluss auf der Dominante, der Abschluss des Tonstücks mit Ganzschluss (auf der Tonika). Beim Trugschluss endet das Stück auf einer anderen Stufe.
2. im Solo-Instrumentalkonzert (auch in der Da-capo-Arie) ein vor dem Abschluss (Coda) eingeschobenes Solo, in dem das Instrument unter Verwendung der Thematik des Satzes frei und vor allem virtuos improvisiert; seit Mozart und Beethoven jedoch zumeist schon vom Komponisten fest notiert.
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