Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
übertragen
über|tra|gen I.
〈mit Dat. und Akk.〉
jmdm. etwas ü.
jmdm. etwas als Aufgabe geben;
jmdm. ein Amt, die Leitung eines Betriebes ü.
II.
〈mit Akk.〉
etwas ü.
1.
〈Rundfunk〉
senden;
wir ü. aus dem Festspielhaus in Salzburg ein Konzert
2.
etwas (auf eine andere Stelle) schreiben;
einen Rechnungsbetrag auf die neue Seite ü.; eine Korrektur in ein zweites Exemplar ü.
3.
weiterleiten, weitergeben;
Kraft ü.
〈Tech.〉
; eine Krankheit auf jmdn. ü.
jmdn. anstecken
4.
in eine andere Form bringen;
einen Text vom Diktiergerät in Maschinenschrift ü.; ein Buch in eine andere Sprache ü.
übersetzen
5.
auf eine andere Ebene versetzen und in der gleichen Weise betrachten;
man kann die Verhältnisse einer Zeit, einer Gesellschaft nicht auf eine andere Zeit, in eine andere Gesellschaft ü.
6.
in anderem, aber ähnlichem Sinn verwenden, bildlich gebrauchen;
ein Wort in übertragener Bedeutung gebrauchen
ein Wort in nicht wörtlicher Bedeutung, sondern bildlich gebrauchen;
die ~e Bedeutung von „sitzen“ ist „im Gefängnis sein“
III.
〈refl.〉
sich ü.
weitergegeben werden;
die Bluterkrankheit überträgt sich nur auf männliche Nachkommen; die Ausgeglichenheit der Eltern überträgt sich auf die Kinder
Wissenschaft
Paradoxe Genome
Paradoxon. Ursprünglich entstammt der Begriff dem spätlateinischen Adjektiv „paradoxus“, das damals „unerwartet, überraschend“ meinte. Dass der Begriff des Paradoxons auch in den Naturwissenschaften gern verwendet wird, dürfte kaum verwundern. Schließlich widersprechen dort immer wieder mal neue Resultate ziemlich unerwartet den...
Wissenschaft
Inferno in Deutschlands Urzeit
Die Erde wurde immer wieder von verheerenden Kleinplaneten getroffen. In Süddeutschland gibt es sogar zwei geologisch junge Krater. Sind sie gleichzeitig entstanden? von THORSTEN DAMBECK Als ein mächtiger Planetoid auf das heutige Süddeutschland stürzte, lebten dort keine Menschen. Die Narben des Einschlags sind nach fast 15...