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Schütz

Heinrich, latinisiert Henricus Sagittarius, deutscher Komponist und Organist, * 8. 10. 1585 Köstritz bei Gera, Thüringen,  6. 11. 1672 Dresden; Schüler von Giovanni Gabrieli; wirkte als Hoforganist in Kassel und seit 1617 als Hofkapellmeister in Dresden sowie u. a. auch in Kopenhagen. Schütz war der bedeutendste protestantische Kirchenmusikkomponist des 17. Jahrhunderts; er verband die Neuerungen des italienischen Barock mit deutscher Kontrapunkt-Technik und eindringlicher Textdarstellung (Affektenlehre). Sein umfangreiches Werkverzeichnis enthält hauptsächlich geistliche Werke in stilistischer Vielfalt: „Psalmen Davids“ (1619) und „Musicalische Exequien“ (1636) mit Einflüssen von Gabrieli (Mehrchörigkeit); „Symphoniae sacrae“ (1650) im konzertierenden Stil; „Geistlichen Chormusik“ (Motetten, 1648) im alten Stil der „Prima pratica“; wurde mit der „Weihnachtshistorie“ (1660) zum Wegbereiter des Oratoriums; außerdem Passionen nach Matthäus, Lukas und Johannes sowie die verschollene erste deutsche Oper „Dafne“ 1627 auf einen Text Martin Opitz nach Ottavio Rinuccini.

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