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LEXIKON

Schlüter

Schlüter, Andreas
Andreas Schlüter
Andreas, deutscher Bildhauer und Baumeister, * um 1660 Danzig (?),  vor dem 23. 6. 1714 St. Petersburg (?); Hauptmeister des norddeutschen Barocks; 16891693 in Polen (Warschau) nachweisbar; über die Lehr- und Wanderjahre, in denen Schlüter wahrscheinlich mit der italienischen, französischen und niederländischen Kunst in Berührung kam, fehlen gesicherte Nachrichten. Seit 1694 in Berlin tätig (Entwürfe zu Arbeiten an der Langen Brücke, seit 1698 Bauleitung des von J. A. Nering begonnenen Zeughauses, dort als plastischer Fassadenschmuck 21 Kriegermasken), begründete Schlüter seinen Ruf als genialer Neuerer. Hauptwerke sind das 1700 gegossene Reiterstandbild des Großen Kurfürsten (heute Berlin-Charlottenburg), Entwürfe für Teile des Berliner Schloss-Neubaus (16981707), von denen der Münzturm 1706 einstürzte (Folge war Schlüters Entlassung als Schlossbaumeister). 1714 folgte Schlüter einem Ruf an den Zarenhof in St. Petersburg.
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