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LEXIKON

Schneider

Reinhold, deutscher Schriftsteller, * 13. 5. 1903 Baden-Baden,  6. 4. 1958 Freiburg im Breisgau; anfangs von A. Schopenhauer beeinflusst, bekannte sich später zum katholischen Glauben, warnender Gegner des Dritten Reichs; Grundmotiv seines umfangreichen, oft schwermütigen, kulturphilosophischen Werks ist die Spannung zwischen weltlicher Macht und Religion, Glauben und Unglauben. Schneider erhielt 1956 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Lyrik: „Die Sonette von Leben und Zeit, dem Glauben und der Geschichte“ 1954. Dramen: „Der große Verzicht“ 1950; Historisches: „Die Leiden des Camoes“ 1930; „Philipp II.“ 1931; „Die Hohenzollern“ 1933; „Las Casas vor Karl V.“ 1938. Essays: „Macht und Gnade“ 1940; „Pfeiler im Strom“ 1958; Erinnerungen und Tagebücher: „Verhüllter Tag“ 1954; „Der Balkon“ 1957; „Winter in Wien“ 1958.
Schneider, Reinhold
Reinhold Schneider
  • Erscheinungsjahr: 1938
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser:
    Schneider
    , Reinhold
  • Deutscher Titel: Las Casas vor Karl V. Szenen aus der Konquistadorenzeit
  • Genre: Erzählung
Reinhold Schneider (* 1903,  1958) legt mit der beim Insel-Verlag in Leipzig erschienenen Erzählung »Las Casas vor Karl V. Szenen aus der Konquistadorenzeit« sein dichterisches Meisterwerk vor. Erzählt wird die Geschichte des spanischen Dominikaners und Indianermissionars Bartolomé de las Casas, der vor Kaiser Karl V. unter Hinweis auf die Gräueltaten der spanischen Eroberer in Amerika für die gewaltlose Bekehrung der Seelen eintritt, während sein Widersacher, der Rechtslehrer Sepulveda, den Primat der Macht und die Autorität des Schwertes verteidigt. Las Casas siegt. Schneider erhält 1940 von den Nationalsozialisten Schreibverbot, publiziert jedoch illegal weiter.
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