Lexikon
Scholạstik
[
lateinisch schola, „Schule“
]Frühscholastik
In der Zeit der Karolinger erlebten die Schulen unter der Förderung geistlicher und weltlicher Fürsten eine neue Blüte. Im 11. und 12. Jahrhundert bildete sich ein freier Umgang mit allen verfügbaren Texten heraus, die Bibel war nicht mehr alleinige Quelle der Weltdeutung; im Mittelpunkt des Denkens standen Textauslegung und Kommentar. Abälard ließ in seiner Schrift „Sic et non“ zu jeder Frage die „Autoritäten“ (Bibel, Kirchenlehrer) zu Wort kommen, um daraufhin die Lösung zu formulieren. Daraus wurde die scholastische Methode der Untersuchung und der Disputation, die Sachfragen mithilfe von Pro- und Kontraargumenten zu erörtern suchte. Der Streit um den Wert logischer Schulung (Dialektik) und um die Seinsweise des Allgemeinen (Universalienstreit) verrät die Probleme, die sich hinter der Devise eines nach Einsicht strebenden Glaubens (Anselm von Canterbury) verbargen.
- Einleitung
- Frühscholastik
- Hochscholastik
- Spätscholastik
- Neuscholastik
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