Lexikon

Seeckt

Seeckt, Hans von
Hans von Seeckt
Hans von, deutscher Offizier (1926 Generaloberst), * 22. 4. 1866 Schleswig,  27. 12. 1936 Berlin; im 1. Weltkrieg in Stabsstellungen, 1917/18 Generalstabschef des türkischen Feldheeres; 1919 Chef des Truppenamtes (entsprach Generalstab), 19201926 Chef der Heeresleitung. Seeckt war der eigentliche Schöpfer der Reichswehr, die er zu einem selbständigen, der Weimarer Republik ablehnend gegenüberstehenden Machtinstrument („Staat im Staate“) ausbaute. Die ihm 1923/24 von Reichspräsident F. Ebert zur Abwehr links- und rechtsradikaler Bestrebungen übertragene vollziehende Gewalt nutzte er aber nicht zu einem Staatsstreich. Die im Versailler Vertrag festgelegten Einschränkungen der deutschen Rüstung suchte er durch Zusammenarbeit mit der Sowjetunion zu umgehen. Er wurde aus seinem Amt entlassen, weil er die Teilnahme eines Hohenzollernprinzen an Reichswehrmanövern gestattet hatte. 19301932 war Seeckt MdR (DVP), 19331935 Militärberater in China. Er schrieb u. a. „Gedanken eines Soldaten“ 1929; „Aus meinem Leben“ 1938, Fortsetzung: „Seeckt. Aus seinem Leben“, herausgegeben von F. von Rabenau 1940.
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