Lexikon
Septakkord
heute gebräuchliche Kurzform für Septimenakkord, ein durch drei Terzen aufgeschichteter Viertonklang, der durch Hinzufügung einer Septime zu einem Dreiklang entsteht. Der auf jeder Tonleiterstufe mögliche Septimenakkord gilt durch die Septime in der klassischen Harmonielehre als Dissonanz, die eine Auflösung in einen konsonanten Dreiklang verlangt. Bei der Auflösung des Dominantseptakkordes (auf der 5. Stufe [Dominante], z. B. in C-Dur g–h–d–f) in die Tonika schreitet in der Regel die Terz einen Halbton aufwärts, die Septime einen Halbton abwärts (Kadenz, 1.). Umkehrungen des Septakkordes (Kennzeichnung durch Ziffernsymbole nach der Stufentheorie; alle Beispiele bezogen auf C7 mit der Grundstellung c–e–g–b): 1. Quintsextakkord mit Terz im Bass (65; z. B. e–g–b–c1); 2. Terzquartakkord mit Quinte im Bass (43; z. B. g–b–c1–e1); 3. Sekundakkord mit Septime im Bass (2; z. B. b–c1–e1–g1). Mit der Ausweitung der Tonalität gewann der Septakkord u. a. im Impressionismus an Bedeutung; als besonders charakteristisch gilt er auch im Jazz.
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