Lexikon
Tọnika
[
die; von französisch tonique
]in Anlehnung an den Begriff Finalis seit dem 18. Jahrhundert insbesondere von Jean-Philippe Rameau in der französischen Musiktheorie verwendeter Terminus für das tonale Zentrum („centre tonique“) einer Komposition; in der Funktionstheorie von Hugo Riemann weiterentwickelt und seither Bezeichnung für den Grundton einer Tonart, die nach demselben benannt wird (z. B. kann der Grundton C Basis für die Tonart C-Dur oder c-Moll sein), sowie für den darauf errichteten Akkord; Abkürzung T für Dur- bzw. t für Moll-Akkorde. Die Tonika besitzt eine führende Rolle in der Kadenz (1.) und bildet in der klassischen Harmonielehre Ausgangs- und Zielpunkt einer Komposition als konsonanter Dreiklang; in moderner Musik wird die Tonika heute auch als (dissonanter) Vierklang eingesetzt, u. a. im Jazz; Konsonanz, Dissonanz.
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