Lexikon

Stufentheorie

von Jacob Gottfried Weber (* 1779,  1839) begründete Harmonielehre, bei der auf jeder Stufe bzw. jedem Ton einer Skala ein Dreiklang aus leitereigenen Tönen aufgebaut wird; zur Kennzeichnung der Stufen werden römische Ziffern verwendet, z. B. in C-Dur IV für den Dreiklang auf dem Ton F; erweiterte oder modifizierte Dreiklänge erhalten zusätzlich hochgestellte arabische Zahlen: z. B. V7 für einen Dreiklang auf der 5. Stufe mit zusätzlicher Septime oder IV6 für die 1. Umkehrung eines Dreiklangs auf der 4. Stufe. Die Stufentheorie ist eine Weiterentwicklung der Generalbasslehre (Generalbass), als Wegbereiter gilt Georg Joseph Vogler; in der von Simon Sechter modifizierten Fassung hat sie insbesondere die österreichische Musiklehre geprägt und ist u. a. von Anton Bruckner und Arnold Schönberg angewandt worden; durch ihren wertneutralen, d. h. tonart-unabhängigen Ansatz eignet sich die Stufentheorie im Gegensatz zur Funktionstheorie auch zur Analyse von Jazz.
Arbeit, Erwerbsarbeit
Wissenschaft

Lust auf Arbeit?

Im europäischen Vergleich liegen die Deutschen mit ihrer durchschnittlichen Wochenstundenzahl im Ranking weit hinten. Die Jungen reden anscheinend nur noch von Work-Life-Balance, und die Alten ziehen sich ins Homeoffice zurück. Ist der fleißige Deutsche Geschichte? Ein Blick auf die Zahlen. von CHRISTIAN WOLF Die...

Biosphäre
Wissenschaft

Biosphäre an der Belastungsgrenze

Alles Leben auf der Erde hängt von einer intakten Biosphäre ab. Die Ökosysteme unserer Welt sorgen dafür, dass die Bedingungen auf unserem Planeten stabil bleiben: Pflanzen wandeln bei der Photosynthese CO2 in Biomasse um, die Menschen und Tiere ernährt. Doch wir Menschen entnehmen so viel Biomasse aus der Natur, dass das fein...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch