Lexikon
Sibịrien
russisch SibirWirtschaft und Verkehr
Eine intensivere wirtschaftliche Erschließung Sibiriens begann erst in sowjetischer Zeit; auf der Basis reicher Bodenschätze (Kohle, Erdöl, Erdgas, Uran, Gold, Eisen, Zinn, Zink u. a. Buntmetalle, Bauxit, Glimmer, Graphit, Diamanten) entstanden vor allem längs der Transsibirischen Eisenbahn Bergbau- und Industriezentren (Kusnezkbecken, Minussinsker Becken, Irkutsk-Tscheremchowo u. a.). Eine besonders rasche Entwicklung nimmt das westsibirische Erdöl- und Erdgasgebiet. Wasser-Großkraftwerke an den Strömen (Ob, Jenissej und Angara) sichern die Energieversorgung, die Wälder werden forstwirtschaftlich genutzt, und die Steppen Westsibiriens werden durch Bewässerung zu Getreideüberschussgebieten (Ischim-, Barabinsker und Kulundasteppe).
Sibirien ist verkehrstechnisch kaum erschlossen. Wichtigste Achse ist die Transsibirische Eisenbahn, die 1984 durch eine nördlich verlaufende Parallelstrecke (Baikal-Amur-Magistrale) entlastet wurde. 2004 wurde auch eine über 10 000 km lange Straße („Transkontinentale“) von Sankt Petersburg bis Wladiwostok für den Verkehr freigegeben.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
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