Lexikon

Sibrien

russisch Sibir

Wirtschaft und Verkehr

Eine intensivere wirtschaftliche Erschließung Sibiriens begann erst in sowjetischer Zeit; auf der Basis reicher Bodenschätze (Kohle, Erdöl, Erdgas, Uran, Gold, Eisen, Zinn, Zink u. a. Buntmetalle, Bauxit, Glimmer, Graphit, Diamanten) entstanden vor allem längs der Transsibirischen Eisenbahn Bergbau- und Industriezentren (Kusnezkbecken, Minussinsker Becken, Irkutsk-Tscheremchowo u. a.). Eine besonders rasche Entwicklung nimmt das westsibirische Erdöl- und Erdgasgebiet. Wasser-Großkraftwerke an den Strömen (Ob, Jenissej und Angara) sichern die Energieversorgung, die Wälder werden forstwirtschaftlich genutzt, und die Steppen Westsibiriens werden durch Bewässerung zu Getreideüberschussgebieten (Ischim-, Barabinsker und Kulundasteppe).
Sibirien ist verkehrstechnisch kaum erschlossen. Wichtigste Achse ist die Transsibirische Eisenbahn, die 1984 durch eine nördlich verlaufende Parallelstrecke (Baikal-Amur-Magistrale) entlastet wurde. 2004 wurde auch eine über 10 000 km lange Straße („Transkontinentale“) von Sankt Petersburg bis Wladiwostok für den Verkehr freigegeben.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
  3. Bevölkerung
  4. Wirtschaft und Verkehr
  5. Geschichte
Longevity
Wissenschaft

Die tägliche Dosis

So alt wie die Menschheit ist der Traum von der Unsterblichkeit. Reale Konturen nimmt er derzeit in der Gerontomedizin an. Sie sucht nach Wirkstoffen, die Erkrankungen des Alterns vorbeugen. von SUSANNE DONNER Die Wahrscheinlichkeit, in westlichen Zivilisationen dement zu werden, liegt heute bei rund 50 Prozent. Etwas vereinfacht...

Geothermie
Wissenschaft

Wärme aus der Tiefe

Mit der Geothermie ließe sich ein großer Teil der aktuellen Energieprobleme lösen. Doch bislang wird die Wärmequelle im Untergrund kaum genutzt. Was sind die Gründe? von HARTMUT NETZ Die Freude war groß am 27. September 2004, als am Bohrplatz von Unterhaching aus 3346 Meter Tiefe eine 122 Grad Celsius heiße Wasserfontäne in die...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch