Lexikon
Stein
Stein, Karl Reichsfreiherr vom und zum
Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein
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Bis zu seiner Berufung als Berater des Zaren Alexander I. im Jahr 1812 lebte er in Prag und Brünn im Exil. In Königsberg wandte sich Stein, beauftragt vom Zaren, unter Vermittlung des Generals L. Graf Yorck 1813 mit einem Aufruf zur Erhebung an die ostpreußischen Stände. Während der Befreiungskriege leitete Stein den „Zentralverwaltungsrat“ für die von französischen Truppen befreiten deutschen Gebiete. Auf dem Wiener Kongress, dem er als Berater des Zaren beiwohnte, zeigte sich Stein als scharfer Kontrahent Metternichs in der deutschen Frage, da er eine Wiederherstellung der großen Zahl deutscher Einzelstaaten ablehnte, statt dessen die deutsche Einheit mit einem starken Bundestag anstrebte. – 1816 zog sich Stein aus dem politischen Leben zurück und lebte seitdem auf Schloss Cappenberg.
Das Reformwerk Steins, durch seine Entlassung unvollkommen geblieben, wurde von Hardenberg in einem etwas anderen Geist fortgesetzt (Stein-Hardenberg’sche Reformen). Das Ideal der vorabsolutistischen Zeit vom Ständestaat mit einem verantwortungsbewussten Adel als geistigem und politischem Führer hatte sich in Stein mit dem freiheitlichen Grundgedanken der englischen Verfassung und dem Gedankengut der Physiokraten verbunden.
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