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LEXIKON

Stone

Oliver, US-amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor, * 15. 9. 1946 New York; als Drehbuchautor erfolgreich u. a. mit „Midnight Express“ 1978 und „Im Jahr des Drachen“ 1985; setzt sich in seinen Filmen kritisch mit den politisch-sozialen Verwerfungen der US-amerikanischen Gesellschaft auseinander; drehte u. a.: „Platoon“ 1986; „Geboren am 4. Juli“ 1989; „JFK“ 1991; „Nixon“ 1996; „An jedem verdammten Sonntag“ 1999; „World Trade Center“ 2006; „W.“ 2008.
  • Deutscher Titel: Platoon
  • Original-Titel: PLATOON
  • Land: USA
  • Jahr: 1986
  • Regie: Oliver Stone
  • Drehbuch: Oliver Stone
  • Kamera: Robert Richardson
  • Schauspieler: Tom Berenger, Willem Dafoe, Charlie Sheen
  • Auszeichnungen: Oscars 1987 Film, Regie, Ton, und Schnitt
Regisseur Oliver Stone selbst war 1967 als 21-jähriger Freiwilliger in Vietnam, und aus dieser Erfahrung heraus erzählt er seinen Film. Eindringlich und subjektiv schildert er die Irrationalität des Kriegs aus der Sicht der Soldaten, wodurch Ängste und Grausamkeiten für die Zuschauer greifbar werden.
Der junge Chris Taylor (Charlie Sheen) meldet sich freiwillig zum Dienst in Vietnam. Die 30 Mann starke Einheit wird von den Zugführern Elias (Willem Dafoe) und Barnes (Tom Berenger) befehligt zwei unterschiedliche Charaktere, die die innere Zerrissenheit der Armee im Krieg widerspiegeln: Elias bemüht sich um seine Leute, während für den pragmatischen Barnes Menschenleben nur geringe Bedeutung haben. Er und ein Teil seiner Männer töten kaltblütig unschuldige Zivilisten: Elias kann zwar in letzter Minute ein Massaker verhindern, wird von Barnes niedergeschossen. Taylor ahnt, wer hinter dem Tod von Elias steckt. Währenddessen sind die amerikanischen Stellungen durch die Vietcong gefährdet; die Armeeführung ordnet den Beschuss der eigenen Linien an. Nur wenige überleben das Inferno.
  • Deutscher Titel: JFK
  • Original-Titel: JFK
  • Land: USA
  • Jahr: 1991
  • Regie: Oliver Stone
  • Drehbuch: Oliver Stone, Zachary Sklar, nach Romanen von Jim Garrison und Jim Marrs
  • Kamera: Robert Richardson
  • Schauspieler: Kevin Costner, Sissy Spacek, Joe Pesci, Gary Oldman
  • Auszeichnungen: Oscars 1992 für Kamera, Schnitt; Golden Globe 1992 für Regie
Fast 30 Jahre nach dem Attentat auf US-Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas bewegt die amerikanische Nation immer noch die Frage nach den wahren Mördern.
So versucht auch Regisseur Oliver Stone, wie in allen seinen Filmen als Anwalt der Aufarbeitung nationaler Geschichtstraumata, sich mit Widersprüchen und offenen Fragen in den Berichten der damals eingesetzten Regierungskommission in »John F. Kennedy Tatort Dallas« auseinander zu setzen.
Hollywood-Star Kevin Costner spielt Jim Garrison, den Staatsanwalt im Kennedy-Fall. Nach langen Recherchen kommt Garrison zu dem Schluss, dass es sich bei dem Mord um ein Komplott auf höchster Regierungsebene gehandelt haben muss.
Insgesamt aber tragen die drei Stunden von »JFK« nicht unbedingt zur befriedigenden Aufklärung der Sache bei. Allerdings ist Stones Mischung aus Dokumentation und emotionalem Polit-Thriller jederzeit eine spannende Lektion in amerikanischer Geschichte.
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