Wissensbibliothek

Wie legt Schiller seine Charaktere an?

Der Räuber Karl Moor ist ein Ungeheuer mit edlem Charakter, das die eklatanten Mängel der – nur vermeintlich untadeligen – bürgerlichen Gesellschaft aufdeckt, repräsentiert von der integren, aber schwachen Vaterfigur. Der böse Räuber als tragische Figur – nicht zuletzt auf dieser effektsicheren Anlage der Hauptrolle beruht die anhaltende Resonanz, die den »Räubern« (vertont in Verdis Oper »I Masnadieri«, 1847) zuteil wurde.

Das Motiv des gegen eine verlogene Gesellschaft opponierenden Herzens prägte, mit gemilderten Affekten, auch die weiteren Jugenddramen Schillers (»Die Verschwörung des Fiesco zu Genua«, 1783; »Kabale und Liebe«, 1784). Die in den »Räubern« enthaltene Kritik am Despotismus wiederum führte zum endgültigen Zerwürfnis mit seinem Dienstherrn Herzog Karl Eugen von Württemberg. Der junge Regimentsmedicus floh 1782 aus Stuttgart, um sich ganz der Literatur zu widmen.

Stadtlärm
Wissenschaft

Wie die Städte leiser werden

Die Lärmbelastung in Städten kostet ihre Bewohner Lebenszeit. Doch weltweit tüfteln Forscher an unterschiedlichen Lösungen gegen den Krach. von MARTIN ANGLER Die Rue D’Avron ist eine von vielen Nebenstraßen in der Pariser Innenstadt, nur einen Steinwurf vom berühmten Père-Lachaise-Friedhof entfernt, auf dem Édith Piaf und Jim...

Symbolbild für Befruchtung und Reproduktion zeigt Spermien, eine Eizelle und DNA-Stränge
Wissenschaft

Gesunde Mäuse mit zwei Vätern erzeugt?

Mittels Stammzellen und Gentechnik können Mäuse ohne Mutter, dafür mit zwei biologischen Vätern erzeugt werden. Nun haben Forscher die Methodik so verbessert, dass solche Mäuse länger überleben und teils sogar das Erwachsenalter erreichen. Dafür veränderten die Wissenschaftler 20 Gene mit epigenetischen DNA-Modifikationen, um...

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