Lexikon
Strafford
Der Graf von Pembroke, Lordkanzler, sagte ihm, wenn er seine Zustimmung verweigere, würde man daraus schließen, dass er seine Feinde liebe und seine Freunde hasse; spräche er nicht so zu dem Volke, wie es das wünsche, so werde es sich von ihm lossagen, und das werde schlimmer sein als alle Übel, die er bisher in seinem Leben erlitten habe. - Der Bischof von London sagte ihm klipp und klar, wenn er in seinem Gewissen nicht überzeugt sei, dürfe er es nicht tun, was auch geschehe; aber der Bischof von Lincoln bemühte sich, den König zu überzeugen, es gebe ein privates und ein öffentliches Gewissen. Sein öffentliches Gewissen als König könne ihn nicht allein entschuldigen, sondern auch verpflichten, etwas zu tun, was gegen sein privates Gewissen als Mensch sei. Die Frage sei nicht, ob er den Grafen von Strafford retten, sondern ob er mit ihm zusammen untergehen wolle. Die Gewissensverpflichtung eines Königs für die Erhaltung seines Reiches, eines Gatten für sein Weib, eines Vaters für seine Kinder (alle diese seien jetzt in Gefahr), wiege weit schwerer als alle Erwägungen, die das Gewissen eines Herrn oder eines Freundes ihm nahe legen könnten, um einen Freund und Diener zu retten...
Als der Mars bewohnbar war
Unsere Nachbarwelt war nicht immer der öde Wüstenplanet heutiger Tage. Es gab dort feuchte und lebensfreundliche Oasen – vielleicht sogar noch in der jüngeren geologischen Vergangenheit. von THORSTEN DAMBECK Der 21. Juli 2024 war für die Marsforschung ein besonderer Tag: Damals entdeckte der NASA-Rover Perseverance einen Felsen,...
Reise zum Mittelpunkt des Mars
Eine Landesonde hat mit seismischen Wellen das Innere des Roten Planeten durchleuchtet. Ergebnis: In seinem Zentrum ist ein stattlicher Metallkern. von THORSTEN DAMBECK Die rotbraunen Wüsten auf dem Mars wurden schon eingehend erkundet. Doch wie es darunter aussieht, war bisher weitgehend unklar. Die NASA-Sonde InSight, die 2018...