Lexikon
Südamerika
Bevölkerung
Den ursprünglichen Grundstock der Bevölkerung bilden die Indianer. Sie bewohnen vor allem das nördliche Andengebiet, die tropischen Tiefländer und den patagonischen Süden. Nach dem Eindringen der Europäer im 16. Jahrhundert ist durch Einfuhr von afrikanischen Sklaven eine starke Mischbevölkerung entstanden (Mestizen, Mulatten, Zambos). Viele Europäer wanderten besonders im 19. Jahrhundert in die klimatisch günstigen Gebiete Südbrasiliens, Argentiniens, Chiles und Uruguays ein. Den Hauptanteil an der Kolonisation stellten Spanier und Portugiesen. Rund die Hälfte der Bevölkerung Südamerikas sind Weiße. Eine knappe indianische Mehrheit haben nur noch Bolivien und Peru; Mischlinge überwiegen in Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Paraguay und Chile, während Brasilien vorwiegend, Argentinien und Uruguay fast ausschließlich von Weißen besiedelt sind. Schwarze und Mulatten sind besonders im Küstenbereich von Brasilien bis Venezuela vertreten.
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