Lexikon

Symbolịsmus

Kunst

Auch die Malerei versuchte den positivistischen Realismus der bürgerlichen Weltordnung zu durchbrechen und wandte sich daher gegen den Impressionismus, der dem Realismus in der Literatur entsprach. Man malte nicht mehr vor dem Motiv, sondern aus der Erinnerung oder Vorstellungskraft. Die Katastrophenstimmung des „Fin de siècle“ leistete spiritistischen Neigungen Vorschub, und mystischer Erotizismus mündete in schwarze Religiosität („Satanismus“). Die Frau als rätselhaft-unausweichliches Verhängnis („Femme fatale“) erschien in zahlreichen Symbolgestalten (Chimäre, Sphinx, Salome). Die Weltanschauung des Symbolismus war bereits vorgebildet bei den englischen Präraffaeliten. Die Hauptmeister waren in Frankreich: M. Denis, P. Gauguin, G. Moreau, P.-C. Puvis de Chavannes, O. Redon; in Belgien: J. Ensor, F. Khnopff; in Holland: J. Thorn-Prikker und J. Toorop; in Deutschland: A. Böcklin, A. von Keller, M. Klinger und F. von Stuck; in Finnland: A. Gallen-Kallela; in Italien: G. Segantini; in Amerika: P. Marcius-Simmons; in Russland: M. Wrubel.
Die Ausdruckswelt des Symbolismus wird in der Plastik vor allem durch das Werk von A. Rodin verkörpert, dessen Allegorismus damit besser gekennzeichnet wird als durch die früher übliche Zuordnung zum Impressionismus.
  1. Einleitung
  2. Literatur
  3. Kunst
  4. Musik
  5. Film
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