Lexikon
Symbolịsmus
Literatur
Der Dichtung kam es nicht mehr unbedingt auf Verstehbarkeit an, sie wollte vielmehr ihren Hauptwert in der kunstvollen Form, im Klang und in der Wortmagie verstanden wissen (vers libre, eine Zwischenform von Vers und Prosa). Damit begründete der Symbolismus eine über dem Leben stehende poésie pure als Vollendung des Prinzips des l’art pour l’art. Der Symbolismus, theoretisch begründet und benannt von J. de Moréas (1866), äußerte sich besonders in der Lyrik. Symbolisten in Frankreich waren C. Baudelaire („Die Blumen des Bösen“ 1857), P. Verlaine, A. Rimbaud, S. Mallarmé, E. Verhaeren, J.-K. Huysmans (Roman), M. Maeterlinck (Drama). Anklänge an den Symbolismus zeigen in England A. C. Swinburne und O. Wilde, in Italien G. D’Annunzio, in Spanien J. R. Jiménez, in Lateinamerika R. Dario, in Russland A. Block. In Deutschland traf sich der Symbolismus mit der Neuromantik und der impressionistischen Stimmungskunst beim jungen S. George, H. von Hofmannsthal und R. M. Rilke.
Symbolismus (Kulturtabelle).sgm
| Autoren | Werke |
| Charles Baudelaire (1821–1867) | Die Blumen des Bösen (1857) |
| Algernon C. Swinburne (1837–1909) | Tristam of Lyonesse (1882) |
| Stéphane Mallarmé (1842–1898) | Der Nachmittag eines Fauns (1876) |
| Paul Verlaine (1844–1896) | Saturnische Gedichte (1866); Galante Feste (1869) |
| Arthur Rimbaud (1854–1891) | Das trunkene Schiff (1883) |
| Oscar Wilde (1854–1900) | Das Bildnis des Dorian Gray (1890); Salome (1893) |
| Maurice Maeterlinck (1862–1949) | Der Eindringling (1892); Die Blinden (1897) |
| Gabriele D’Annunzio (1863–1938) | Römische Elegien (1891); Triumph des Todes (1894) |
| Stefan George (1868–1933) | Hymnen (1890); Das Jahr der Seele (1897); Der Teppich des Lebens (1900) |
| Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) | Der Tod des Tizian (1892); Der Tor und der Tod (1894) |
| Rainer Maria Rilke (1875–1926) | Das Buch der Bilder (1902); Das Stundenbuch (1905); Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1910) |
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