Lexikon
Taiwan
Wirtschaft und Verkehr
Der „Tigerstaat“ Taiwan gehört zu den führenden Wirtschaftsnationen Asiens. Dank einer breit gefächerten Industrie und hoher Devisenreserven überstand das Land auch die sogenannte Asienkrise 1997/98 relativ unbeschadet, geriet aber 2008/09 während der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise aufgrund seiner stark exportorientierten Wirtschaftsstruktur unter Druck.
Der hoch entwickelte Agrarsektor kann den Inlandsbedarf an Nahrungsmitteln decken. Reis ist vor Zuckerrohr das wichtigste Agrarerzeugnis. Außerdem sind die Schweine- und Geflügelhaltung sowie die Fischerei und Fischzucht von Bedeutung.
Die Industrialisierung wurde ab Mitte der 1950er Jahre vor allem von den USA und Japan vorangetrieben. Die heutigen Schlüsselindustrien sind der Maschinen- und Schiffbau, die elektrotechnische Industrie, die Metallverarbeitung und die chemische Industrie. Einen rasanten Aufschwung hat die exportorientierte Informations- und Unterhaltungselektronik genommen. Da die Energiewirtschaft auf hohe Erdölimporte angewiesen ist, wird verstärkt auf die Kernenergie gesetzt.
Die Eisenbahn hat durch den wachsenden Straßenverkehr an Bedeutung verloren. Die Küstenschifffahrt spielt im Warenverkehr eine bedeutende Rolle. Defizite bestehen vor allem in der Nahverkehrsstruktur der Großstädte.
Wissenschaft
Wie sich die Pferde über die Welt verbreiteten
Ausgehend von Westasien und dem Orient haben sich domestizierte Pferde in der ganzen Welt verbreitet. Eine Studie kartiert nun, auf welchen Wegen sich aus dem Orient stammende Pferde wie Araber verbreitet haben und welche genetischen Spuren sie in modernen Pferderassen hinterlassen haben. Demnach gelangten diese Pferde zum einen...
Wissenschaft
Eine Menge Magie in der Materie
In den Jahren des Ersten Weltkriegs hat der berühmte Soziologe Max Weber seine nach wie vor oft zitierte Rede über „Wissenschaft als Beruf“ gehalten und darin von der Berechenbarkeit der Dinge zwischen Himmel und Erde gesprochen, die in seinen Augen eine „Entzauberung der Welt“ zur Folge hatte. Leider ist Max Weber schon 1920...