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LEXIKON

Thalbach

Katharina, deutsche Schauspielerin, * 19. 1. 1954 Berlin (Ost); Bühnen- und Filmarbeit; seit 1987 auch Regisseurin; siedelte 1976 nach West-Berlin über; Filme u. a. „Das zweite Erwachen der Christa Klages“ 1977; „Die Blechtrommel“ 1979; „Engel aus Eisen“ 1981; „Paradies“ 1986; „Der achte Tag“ 1990; „Die Denunziantin“ 1993, „Kaspar Hauser“ 1993; „Sonnenalle“ 1999; „Straijk-Die Heldin von Danzig“ 2006.
  • Deutscher Titel: Die Blechtrommel
  • Original-Titel: DIE BLECHTROMMEL
  • Land: Deutschland
  • Jahr: 1979
  • Regie: Volker Schlöndorff
  • Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Volker Schlöndorff, Franz Seitz, Günter Grass, nach einem Roman von Günter Grass
  • Kamera: Igor Luther
  • Schauspieler: David Bennent, Angela Winkler, Mario Adorf, Katharina Thalbach
  • Auszeichnungen: Oscar 1980 für ausländischen Film; Goldene Palme Filmfestspiele Cannes 1979 für Film
Mit Volker Schlöndorffs Literaturverfilmung »Die Blechtrommel« wird der erfolgreichste deutsche Film der Nachkriegszeit am 4. 5. 1979 uraufgeführt.
Der 1959 erschienene Roman von Günter Grass galt über Jahrzehnte als unverfilmbar. Erst 1975 verkaufte Grass die Rechte. In dem kleinwüchsigen David Bennent fand sich ein idealer Darsteller für den Blechtrommler Oskar Matzerath, der aus Protest gegen die Erwachsenenwelt mit drei Jahren sein Wachstum einstellt. Oskar steht im Mittelpunkt eines grimmigen deutschen Bilderbogens. Aus der Perspektive des Dreijährigen zeigt Schlöndorff das Kleinbürgermilieu im Danzig der Vorkriegszeit: Feigheit, Spießertum und Mitläufermentalität sind der Nährboden, auf dem der Nationalsozialismus gedeiht. Oskar trommelt vergeblich dagegen an.
Schlöndorffs »Blechtrommel« ist der erste und bis in die 90er Jahre einzige deutsche Film, der mit einem Oscar in der Kategorie »Bester ausländischer Film« geehrt wird. Außerdem erhält er in Cannes die Goldene Palme.
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