Lexikon

Cranach

Cranach, Lucas (der Ältere): Museen
Lucas Cranach d. Ä.: Museen und Sammlungen (Auswahl)
LandOrtMuseum / Sammlung
Deutschland BerlinStaatliche Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Gemäldegalerie
DresdenStaatliche Kunstsammlungen Gemäldegalerie Alte Meister
EisenachWartburg-Stiftung
ErfurtDom
Frankfurt am MainStädel'sches Kunstinstitut und Städtische Galerie
KölnWallraf-Richartz-Museum
LeipzigMuseum der Bildenden Künste
München Alte Pinakothek
Münster Westfälisches Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte
Nürnberg Germanisches Nationalmuseum
Würzburg Mainfränkisches Museum
Frankreich ParisLouvre
Großbritannien LondonNational Gallery
ItalienFlorenzUffizien
KanadaOttawaNational Gallery of Canada
Österreich WienKunsthistorisches Museum
RusslandMoskauStaatliches Museum der Bildenden Künste A. S. Puschkin
St. Petersburg Eremitage
USA New YorkMetropolitan Museum of Art
Washington, D. C.National Gallery of Art
Cranach, Lucas (der Ältere)
Lucas Cranach (der Ältere)
Lucas der Ältere, deutscher Maler und Grafiker, * 1472 Kronach, Oberfranken,  16. 10. 1553 Weimar; Vater von Lucas Cranach dem Jüngeren; einer der Hauptmeister der deutschen Reformationszeit, als Freund Luthers und Melanchthons der erste bedeutende protestantische Maler; 15001504 in Wien; 1505 vom sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen als Hofmaler nach Wittenberg berufen.
Ersten Ruhm erwarb Cranach sich bereits mit seinem Frühwerk: Kreuzigungsdarstellungen („Christus am Kreuz“ 1503) und Holzschnitte in spätgotisch-expressivem Stil; ferner Gemälde mit ruhiger, poetischer Wirkung („Die Ruhe auf der Flucht“ 1504) unter dem Einfluss der landschaftlichen Stimmungsmalerei der Donauschule. Dem „Katharinenaltar“ 1506 folgten zahlreiche Altarwerke (Torgauer und Dessauer Fürstenaltar u. a.) reformatorischen Inhalts, Bildnisse, Holzschnittfolgen (Christus und die Apostel, Apostelmartyrien) und Radierungen. Cranach malte zahlreiche Madonnenbilder und führte das selbständige Ganzfigurenbildnis in die deutsche Malerei ein (Porträts Herzog Heinrichs des Frommen und seiner Frau 1514). Er schuf das erste Bildnis M. Luthers (Luther als Augustinermönch, 1520), auf das eine ganze Reihe von Porträts folgten, die zum Inbild des Reformators wurden (als „Junker Jörg“ 1521, Doppelporträt mit Katharina von Bora, 1529). Von Bedeutung sind auch die ganzfigurigen, grazilen Aktdarstellungen mythologischer und biblischer Personen („Adam und Eva“ 1531; „Venus“ 1532), die Cranach in vielfachen Fassungen malte.
Cranach war mehrfach Ratsherr und Bürgermeister Wittenbergs; 1528 galt er als reichster Bürger der Stadt. Cranach und seine Werkstatt, in der auch seine Söhne Hans (* um 1510,  1537) und Lucas Cranach der Jüngere (* 1515,  1586) arbeiteten, begründeten den Ruhm der sächsischen Malerschule. Die zahlreicher werdenden Aufträge führten zunehmend zu einer Serienproduktion.
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