Lexikon
Thrạkien
Thrakesüdosteuropäische Landschaft und griechische Region (8578 km2, 338 000 Einwohner) zwischen den Rhodopen und dem Istrancagebirge, von Flüssen zerschnittene, niederschlagsarme Ebene; Tabak-, Getreide- und Baumwollanbau. – In der Antike hieß Thrakien der östliche Teil der Balkanhalbinsel von der Ägäis bis zur Donau.
Geschichte
Seit etwa 1000 v. Chr. von den indogermanischen Völkerschaften der Thraker (Daker, Geten, Dardaner u. a.) bewohnt; an Städten gab es bis in hellenistischer Zeit nur die griechischen Kolonien an den Küsten. 342 v. Chr. wurde es unter Philipp II. dem makedonischen Reich einverleibt, nach Alexanders des Großen Tod unter der Herrschaft des Lysimachos; nach dessen Tod 281 v. Chr. wieder selbständig unter thrakischen Teilfürstentümern, bis es nach langwierigen Kämpfen 46 v. Chr. zur römischen Provinz Thracia wurde. – Vom 10.–14. Jahrhundert war Thrakien bulgarisch, dann türkisch; 1923 kam der westliche Teil zu Griechenland.
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