Lexikon
Togo
Unabhängigkeit und Kampf um Demokratisierung
1960 entließ Frankreich Togo in die Unabhängigkeit. Der erste Staatspräsident Sylvanus Olympio fiel 1963 einem Attentat zum Opfer. Sein Nachfolger Nicolas Grunitzky musste 1967 General Gnassingbé Eyadémaweichen, der, gestützt auf die Einheitspartei RPT, ein diktatorisches Regime errichtete. Nach blutigen Protesten leitete er zu Beginn der 1990er Jahre mit der Zulassung von Parteien eine vorsichtige Demokratisierung ein und trat formell auch einen Teil seiner Machtbefugnisse ab. Über den Fortgang des Demokratisierungsprozesses kam es in der Folgezeit immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der Opposition, der eine wirkliche Machtteilhabe verwehrt blieb. Eyadéma wurde in umstrittenen Wahlen 1993, 1998 und 2003 im Amt bestätigt. Nach seinem Tod 2005 wurde sein Sohn Faure Gnassingbé in verfassungswidriger Weise vom Militär als Nachfolger eingesetzt. Erst auf internationalen Druck hin wurden Neuwahlen durchgeführt, die von zahlreichen Unregelmäßigkeiten begleitet waren und die Gnassingbé für sich entscheiden konnte. Blutige Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Gegnern des Präsidenten forderten rd. 500 Menschenleben. In der Folgezeit bemühte sich Gnassingbé um eine Verständigung mit der Opposition. Schließlich konnten 2007 Parlamentswahlen durchgeführt werden, die von internationalen Beobachtern als weitgehend frei und fair eingestuft wurden. Die Präsidentenpartei RTP blieb stärkste politische Kraft.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Kolonialzeit
- Unabhängigkeit und Kampf um Demokratisierung
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