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LEXIKON

Vogelgrippe

aviäre Influenza
eine aggressive Form der Geflügelpest, die durch hochpathogene aviäre Influenza-A-Viren des Subtyps H5N1 oder H7N1 hervorgerufen wird. Es handelt sich um eine meldepflichtige Tierseuche, die Hausgeflügel sowie Wildvögel befällt und über den Kot verbreitet wird. Befallene Tiere bekommen Fieber, Atembeschwerden und Durchfall und sterben meist innerhalb von Stunden oder Tagen. Durch das Einatmen kontaminierter Staubpartikel oder mangelnde Händehygiene kann es in Einzelfällen bei engem Kontakt mit infizierten Tieren auch zu einer Übertragung auf den Menschen kommen, die dann häufig tödlich ist. Experten befürchten, dass durch Kreuzungen mit menschlichen Grippeviren oder durch Mutation ein neuer, besonders gefährlicher Erreger entstehen könnte, der von Mensch zu Mensch übertragbar wäre und eine weltweite Pandemie auslösen könnte, der viele Menschen zum Opfer fielen. Da dieser Erreger aber noch nicht existiert, gibt es bisher noch keine Schutzimpfung gegen ihn.
Als vorbeugende Maßnahme wird bei Ausbrüchen der Erkrankung in der Tierhaltung regelmäßig der gesamte Tierbestand der betroffenen Halter getötet und vernichtet. Die Einfuhr von Ziervögeln in die Europäische Union ist verboten worden, ebenso gibt es ein Importverbot für Geflügelprodukte aus den von der Vogelgrippe betroffenen Ländern, dessen Einhaltung durch verstärkte Kontrollen überwacht wird. Reisende in diesen Ländern sollten Vogelmärkte meiden und Geflügelprodukte nur gut durchgegart verzehren.
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