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LEXIKON

Waldeck

ehemaliges Land des Deutschen Reiches, 1055 km2, 56 000 Einwohner, Hauptstadt Arolsen; Hügelland zwischen Eder im Süden und Diemel im Norden. Das Fürstentum Waldeck setzte sich aus der Grafschaft Waldeck und dem Fürstentum Pyrmont zusammen. Die Grafen von Schwalenberg (seit 1189 Grafen von Waldeck) gelangten in den Besitz der Burg Waldeck, wurden im 15. Jahrhundert dem Landgrafen von Hessen lehnspflichtig und konnten 1631 ihr Gebiet um die Grafschaft Pyrmont erweitern. Seit 1712 waren die Wildunger (eine Linie aus dem Geschlecht der Waldeck) erbliche Reichsfürsten. Das Fürstentum war seit 1807 Mitglied des Rheinbunds und seit 1815 des Deutschen Bundes. Seit 1867 verwaltete Preußen das Land. Seit 1918 war Waldeck Freistaat; 1922 kam Pyrmont, 1929 auch das Kernland Waldeck an Preußen. Heute gehört Waldeck zum Land Hessen.
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