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LEXIKON

Wunde

Vulnus
Wundheilung
Wundheilung
Der Gesamtprozess einer Wundheilung beginnt mit dem vorläufigen Wundverschluss
durch gewaltsame Einwirkung entstandene Zerreißung oder Durchtrennung von Geweben. Einfache Wunden betreffen Haut, Schleimhäute oder oberflächlich gelegene Organe, komplizierte Wunden tiefer gelegene Gewebe und Organe. Nach Art der Einwirkung unterscheidet man Hieb-, Stich-, Schnitt-, Riss-, Biss-, Kratz-, Schuss-, Quetsch- und Platzwunden, ferner Ätz- und Brandwunden. Der Wundschmerz entsteht durch Freilegen der Nervenenden, außerdem kommt es durch Eröffnung der Blutgefäße zu Blutungen. Die Wundheilung erfolgt entweder direkt durch Verklebung der Wundränder ohne stärkere Entzündung (primäre Heilung) oder indirekt unter Entzündungserscheinungen mit starker Granulationsgewebebildung (sekundäre Wundheilung). Eindringen von Erregern in die Wunde kann zu Wundfieber, Wunderkrankung (Eiterung, Diphtherie u. a.) und Wundstarrkrampf führen. Die Wundversorgung sucht das Eindringen von Keimen zu vermeiden, verschmutzte Wunden zu reinigen und von Fremdkörpern und Geweberesten zu befreien, schließlich die Blutung zu stillen.
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