Lexikon
Wunde
VulnusWundheilung
Wundheilung
Der Gesamtprozess einer Wundheilung beginnt mit dem vorläufigen Wundverschluss
© wissenmedia
durch gewaltsame Einwirkung entstandene Zerreißung oder Durchtrennung von Geweben. Einfache Wunden betreffen Haut, Schleimhäute oder oberflächlich gelegene Organe, komplizierte Wunden tiefer gelegene Gewebe und Organe. Nach Art der Einwirkung unterscheidet man Hieb-, Stich-, Schnitt-, Riss-, Biss-, Kratz-, Schuss-, Quetsch- und Platzwunden, ferner Ätz- und Brandwunden. Der Wundschmerz entsteht durch Freilegen der Nervenenden, außerdem kommt es durch Eröffnung der Blutgefäße zu Blutungen. Die Wundheilung erfolgt entweder direkt durch Verklebung der Wundränder ohne stärkere Entzündung (primäre Heilung) oder indirekt unter Entzündungserscheinungen mit starker Granulationsgewebebildung (sekundäre Wundheilung). Eindringen von Erregern in die Wunde kann zu Wundfieber, Wunderkrankung (Eiterung, Diphtherie u. a.) und Wundstarrkrampf führen. – Die Wundversorgung sucht das Eindringen von Keimen zu vermeiden, verschmutzte Wunden zu reinigen und von Fremdkörpern und Geweberesten zu befreien, schließlich die Blutung zu stillen.
Wissenschaft
»Es herrscht Goldgräberstimmung«
Wirksame Naturstoffe stammen häufig aus dem Globalen Süden. Der Biologe Marco Thines spricht im Interview darüber, wie Mensch und Natur vor Biopiraterie geschützt werden sollen – und was das für die Forschung bedeutet. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Herr Prof. Thines, was ist Biopiraterie? Biopiraterie ist die Nutzung von...
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Grips im Gefüge
Smarte Werkstoffe reagieren eigenständig auf äußere Einflüsse, verformen sich, heilen Beschädigungen und berichten darüber. von REINHARD BREUER Der Fingerhandschuh, den Holger Böse überzieht, hat Stulpen über den Fingern, die der Würzburger Physiker jetzt abwechselnd bewegt. Mit dem Daumen berührt er nacheinander verschiedene...
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