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Hämoglobin

Hämoglobin
Hämoglobin
Die aus vier Eiweißketten bestehende Molekülstruktur des Hämoglobin.
Abk. Hb, der in den Erythrozyten enthaltene, rote Blutfarbstoff. Das Hämoglobin besteht zu ca. 94% aus dem Eiweiß Globin und zu sechs Prozent aus dem eisenhaltigen, farbgebenden Porphyrin Häm, das für den Sauerstoff- und Kohlendioxidtransport zuständig ist. Das Hämoglobin dient außerdem als Puffersubstanz bei der pH-Regulierung des Blutplasmas. Hämoglobin wird in den Vorstufen der roten Blutkörperchen gebildet und nach Untergang der Erythrozyten vom retikulohistiozytären System abgebaut. Das so gewonnene Eisen wird wieder für die Neubildung von Hämoglobin genutzt. Ein Hämoglobinmolekül besteht aus vier Eiweißketten mit je einem Häm. Nach der Zusammensetzung der Eiweißketten unterscheidet man verschiedene Varianten des Hämoglobins. Hb-A1 (adultes Hb) macht bis zu 98% des Gesamthämoglobins aus. Bei Neugeborenen besteht das Hämoglobin zu 60-80% aus Hb-F (fetales Hämoglobin). Auch Anämie.
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