Lexikon

Bruckner

Anton, österreichischer Komponist, * 4. 9. 1824 Ansfelden, † 11. 10. 1896 Wien; 1856 Domorganist in Linz, seit 1867 Hoforganist in Wien und Professor am Wiener Konservatorium. Bruckner war einer der bedeutendsten Sinfoniker, konnte sich aber nur schwer durchsetzen (Ablehnung durch den einflussreichen Kritiker E. Hanslick). Besonders die Sinfonien arbeitete Bruckner auf Wunsch von Dirigenten mehrmals um. Charakteristisch sind der großflächige Aufbau der Sätze, Benutzung der Generalpause als Gliederungsmittel, lange Orgelpunkte, häufig choralähnliche Themen in den Ecksätzen, Bevorzugung ländlicher Themen in den Scherzi. Hauptwerke: 10 Sinfonien (0. d-Moll 1864, 1. c-Moll 1866, 2. c-Moll 1872, 3. d-Moll 1873, 4. Es-Dur 1874, 5. B-Dur 1876, 6. A-Dur 1881, 7. E-Dur 1883, 8. c-Moll 1887, 9. d-Moll, mit nur drei Sätzen unvollendet; Jahreszahlen jeweils Abschluss der Erstfassung), drei große Messen, ein Tedeum, zahlreiche Chorwerke und Orgelkompositionen, ein Streichquintett.
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