Wahrig Herkunftswörterbuch

Heim

das Wort geht über
mhd.
heim,
ahd.
heima auf
germ.
*haima „Heim, Welt“ zurück; die germanischen Formen sowie vereinzelte außergermanische Formen (z. B.
altind.
bhúmi „Erde, Boden) lassen sich auf
idg.
*kpei „wohnen“ zurückführen; die Ausgangsbedeutung ist also „der Wohnort“; das zugehörige Adverb
heim
entstand kurz nach dem Substantiv und war zwischen dem 16. und 18. Jh. deutlich häufiger in Belegen zu finden als das ursprüngliche Substantiv; dieses wurde dann wohl unter Einfluss von
engl.
home im 18. Jh wiederbelebt; die Fügung
heimleuchten
bedeutete ursprünglich „jemanden mit Licht nach Hause begleiten“, wurde später zu „nach Hause bringen“ verallgemeinert und schließlich übertragen für „rächen“ gebraucht; bei
Heimsuchung
handelt es sich um eine Zusammensetzung aus Heim und suchen und war ursprünglich ein Wort der Rechtssprache; dort bedeutete es „Hausfriedensbruch, Einbruch“; später wurde das Wort dann nur noch übertragen gebraucht
forschpespektive_NEU.jpg
Wissenschaft

Die Krux mit der Anwendung

Apply or die!“, lautet eine Floskel, die auf eine eher ungeliebte Entwicklung im Forschungsbetrieb abzielt – „Wende an oder stirb!“ Sarkastisch steht sie für den zunehmenden Druck, dass die Wissenschaft möglichst Ergebnisse produzieren solle, die unmittelbar in konkrete Anwendungen münden können. Klar, das ist kein schlechtes...

Buch,_Max-Delbrueck-Centrum_fuer_Molekulare_Medizin
Auf_dem_Bild:_Dr._Mina_Gouti
Foto:_Pablo_Castagnola
Wissenschaft

Gehirn aus der Petrischale

In der Hirnforschung gibt es ein molekulares Werkzeug, mit dem Forschende zumindest Teile der Entwicklung des Gehirns verfolgen können. Sie überwinden immer mehr Schwächen dieser Organoide. von RAINER KURLEMANN Das Gehirn eines Embryos ist ein empfindliches Organ. Die Wissenschaft kann es nicht untersuchen, weil die Forschung dem...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch